Öffentliche Hand · Train-the-Trainer
Ausbildung der Ausbildenden: Wenn Fachleute zu Lehrenden werden
Fachwissen macht noch keine gute Ausbildung. Wir qualifizieren Ausbildende in Didaktik, Gruppenführung und im Umgang mit Widerstand.
Mehrere Jahrgänge, bundesweit eingesetztes Konzept
Ausgangslage
Womit fing es an?
Ausbildende kommen aus der Praxis. Sie beherrschen ihr Fach, oft seit Jahrzehnten, und geben weiter, was sie selbst erlebt haben. Was ihnen fehlt, ist selten Wissen — es ist der Zugang zu Erwachsenen, die freiwillig oder verpflichtet vor ihnen sitzen, unterschiedlich vorgebildet sind und sich nicht belehren lassen wollen. In der Folge wird Ausbildung zur Vorlesung: fachlich korrekt, didaktisch wirkungslos. Teilnehmende erinnern nach vier Wochen wenig, Ausbildende erklären sich das mit mangelndem Interesse, und beide Seiten gehen unzufrieden auseinander.
Ziel
Was sollte anders werden?
Ausbildende sollen unterrichten können, nicht nur vortragen. Konkret: eine Lerneinheit so aufbauen, dass sie einem Ziel folgt statt einer Stoffliste. Eine Gruppe führen, in der Erfahrene und Neulinge zusammensitzen. Widerstand als Information lesen statt als Angriff. Und Rückmeldung so geben, dass sie ankommt — die Fähigkeit, an der die meisten Ausbildungsgespräche scheitern.
Vorgehen
Wie sind wir vorgegangen?
Wir arbeiten am eigenen Stoff der Teilnehmenden, nicht an Fallbeispielen. Jede Person bringt eine reale Lerneinheit mit, baut sie im Seminar um und hält sie vor der Gruppe. Die Rückmeldung kommt zuerst von den Kolleginnen und Kollegen, dann von uns — so entsteht nebenbei die Feedbackkultur, die später in der eigenen Ausbildung gebraucht wird. Zwischen den Bausteinen liegt Praxiszeit: Was im Seminar entstanden ist, wird im Einsatz erprobt und beim nächsten Termin ausgewertet. Die Reihe endet nicht mit einem Zertifikat, sondern mit einem Konzept, das die Organisation selbst weiterträgt.
Ergebnis
Was ist daraus geworden?
Ein durchgängiges Ausbildungskonzept über mehrere Jahrgänge, das die Organisation inzwischen ohne externe Begleitung fortführt. Ausbildende planen entlang von Lernzielen, arbeiten mit Methodenwechsel und holen sich gegenseitig Rückmeldung. Die auffälligste Veränderung berichten die Teilnehmenden selbst: Es wird deutlich mehr gefragt und deutlich weniger vorgetragen.
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