Kommunalverwaltung · Führungsqualifizierung
Drei Kommunalverwaltungen, dieselbe Not: Führung neben dem Tagesgeschäft
Amtsleitungen führen zwischen zwei Terminen — ohne dass ihnen dafür Zeit zugestanden wird. Das braucht andere Werkzeuge.
Mehrere Verwaltungen, vergleichbarer Zuschnitt
Ausgangslage
Womit fing es an?
Führung war in der Verwaltung eine Aufgabe ohne Zeitbudget. Amtsleitungen und Sachgebietsleitungen führten zwischen zwei Terminen, meist zusätzlich zur vollen Fachaufgabe. Entsprechend fand Führung statt, wenn etwas eskalierte — Mitarbeitergespräche wurden verschoben, Teamrunden fielen dem Tagesgeschäft zum Opfer, und Konflikte wuchsen, bis sie nicht mehr zu übersehen waren.
Ziel
Was sollte anders werden?
Führungsinstrumente, die in den vorhandenen Rahmen passen: kurz, wiederholbar, ohne Vorbereitung durchführbar. Und die Einsicht bei den Beteiligten, dass fünfzehn Minuten regelmässig mehr bewirken als ein halber Tag im Quartal.
Vorgehen
Wie sind wir vorgegangen?
Wir arbeiten mit realen Kalendern. Die Teilnehmenden legen fest, welche Führungsaufgabe sie in welchem vorhandenen Zeitfenster erledigen — und was dafür entfällt. Geübt werden kurze Formate: das Fünf-Minuten-Gespräch, die Teamrunde mit fester Struktur, das Konfliktgespräch ohne Vorlauf. Die Verwaltungsspitze wird einbezogen, weil sich manche Erwartung nur dort ändern lässt. Nach drei Monaten treffen sich die Gruppen wieder und werten aus, was tatsächlich stattgefunden hat.
Ergebnis
Was ist daraus geworden?
Führungsrunden, die stattfinden, weil sie nützen, und nicht weil sie im Kalender stehen. Mitarbeitergespräche werden seltener verschoben; Konflikte kommen früher auf den Tisch, wenn sie noch bearbeitbar sind.
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