Verbraucherschutz · Moderation & Strategie
Ein Verband, viele Stimmen: gemeinsame Linie ohne Gleichmacherei
Zwischen Landesorganisationen mit eigener Geschichte eine gemeinsame Position moderieren, ohne die Unterschiede einzuebnen.
Ausgangslage
Womit fing es an?
Landesorganisationen mit eigener Geschichte, eigenen Schwerpunkten und unterschiedlicher Grösse sollten eine gemeinsame Position beziehen. Frühere Anläufe waren an der Sorge gescheitert, Eigenständigkeit aufzugeben — und an dem Verdacht, die Grösseren würden die Linie ohnehin bestimmen. Die Sitzungen endeten regelmässig mit Formelkompromissen, die niemanden banden.
Ziel
Was sollte anders werden?
Eine Position, die getragen wird — auch von denen, die zunächst dagegen waren. Dazu ein Verfahren, das die Unterschiede sichtbar macht, statt sie im Kompromiss zu verstecken.
Vorgehen
Wie sind wir vorgegangen?
Wir trennen konsequent zwischen dem, was gemeinsam gelten muss, und dem, was regional verschieden bleiben darf. Dieser Schritt kommt zuerst und nimmt der Debatte die Schärfe. Die strittigen Punkte werden in kleinen, gemischten Gruppen vorbereitet und im Plenum entschieden — mit einer festen Regel für den Fall, dass keine Einigkeit entsteht. Sichtbar dokumentiert wird auch die Gegenposition; wer sich wiederfindet, trägt einen Beschluss eher mit, als wenn seine Bedenken verschwinden.
Ergebnis
Was ist daraus geworden?
Beschlüsse, die auch von denen getragen werden, die zunächst dagegen waren. Die Trennung zwischen gemeinsamer Linie und regionaler Freiheit wird inzwischen als Selbstverständlichkeit behandelt.
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