Sozialwirtschaft · Führung & Teamentwicklung
Wenn ein Träger wächst, muss die Führung mitwachsen
Leitungskräfte in der Pflege kommen aus der Fachlichkeit und tragen über Nacht Personalverantwortung. Guter Wille reicht nicht.
Ausgangslage
Womit fing es an?
Leitungskräfte kamen aus der Pflege — fachlich anerkannt, deshalb befördert. Über Nacht trugen sie Personalverantwortung für Menschen, mit denen sie am Vortag noch Schicht gearbeitet hatten. Kritikgespräche wurden vermieden, Dienstpläne zur Konfliktvermeidung genutzt, und wer besonders gewissenhaft war, übernahm die Arbeit lieber selbst. Der Personalmangel verschärfte alles: Wer geht, hinterlässt eine Lücke, die niemand füllt.
Ziel
Was sollte anders werden?
Leitungen, die Gespräche führen, statt sie zu vermeiden — auch die unangenehmen, und früh genug, dass sie noch klein sind. Dazu ein realistischer Umgang mit der eigenen Rolle im Spannungsfeld zwischen Team und Träger.
Vorgehen
Wie sind wir vorgegangen?
Wir arbeiten an den Gesprächen, die tatsächlich anstehen: Unpünktlichkeit, Überlastungsanzeigen, Konflikte im Team, die Ankündigung einer Kündigung. Jede Teilnehmerin bereitet ein reales Gespräch vor, erprobt es und führt es anschliessend wirklich; beim nächsten Termin wird ausgewertet. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Abgrenzung — der Fähigkeit, nicht jede Lücke selbst zu schliessen. Die Trägerebene wird einbezogen, weil manche Erwartung dort ihren Ursprung hat.
Ergebnis
Was ist daraus geworden?
Leitungen, die Gespräche führen, statt sie zu vermeiden. Überlastungssignale kommen früher an, und die Zahl der Gespräche, die erst bei der Kündigung geführt werden, ist spürbar zurückgegangen.
Eine ähnliche Fragestellung im eigenen Haus? Sprechen Sie uns an — wir sagen Ihnen ehrlich, ob und wie wir helfen können.
