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Energiewirtschaft · Teamentwicklung

Sicherheit ist eine Frage der Zusammenarbeit, nicht der Vorschrift

Wo Sicherheitsanforderungen hoch sind, entstehen Fehler an den Übergängen zwischen Schichten und Gewerken — dort setzen wir an.

  1. Ausgangslage

    Womit fing es an?

    Die Sicherheitsvorschriften waren vollständig, wurden geschult und regelmässig geprüft. Fehler entstanden trotzdem, und zwar erkennbar an denselben Stellen: bei der Übergabe zwischen Schichten und an den Schnittstellen zwischen Gewerken. Offene Punkte wurden mitgenommen statt benannt — nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil das Ansprechen als Kritik an der Vorschicht gelesen wurde.

  2. Ziel

    Was sollte anders werden?

    Übergaben, bei denen Unfertiges benannt wird. Und ein Umgang mit Beinahe-Ereignissen, der auf Information zielt statt auf Schuld — denn nur was gemeldet wird, kann abgestellt werden.

  3. Vorgehen

    Wie sind wir vorgegangen?

    Wir beginnen mit gemeinsamen Auswertungen realer Beinahe-Ereignisse, bewusst schichtübergreifend. Daraus entsteht ein Übergabeformat mit einem festen Punkt für Offenes, der ausdrücklich keine Rechtfertigung verlangt. Führungskräfte werden auf ihre Reaktion in diesen Momenten vorbereitet — sie entscheidet darüber, ob beim nächsten Mal wieder etwas gemeldet wird. Begleitend arbeiten wir mit den Gewerken an gegenseitigen Erwartungen, die zuvor nie ausgesprochen worden waren.

  4. Ergebnis

    Was ist daraus geworden?

    Übergaben, bei denen offene Punkte benannt werden, statt sie mitzunehmen. Die Zahl gemeldeter Beinahe-Ereignisse stieg deutlich — der gewünschte Effekt, auch wenn er sich zunächst wie eine Verschlechterung liest.

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